Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

Saskia Hölbling
body in a metal structure

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Datum der Aufzeichnung: 18.01.2012

Ort: WUK / Projektraum, Wien

Im Rahmen von: -

Info

„body in a metal structure“ bildet den Start der „Squatting-Projects“, einer Serie von Tanzperformance-Appointments, die sich parasitär an Orten ansiedeln, an denen sie eigentlich fehl am Platz sind, indem sie vorhandene Strukturen besetzen und an ihren Infrastrukturen schmarotzen: Ein unauffällig unnützes Baugerüst, gleichzeitig mobile Skulptur und Performancestätte, reiht sich in den Wildwuchs von Baustellen, die angesichts ihrer Omnipräsenz bereits unserem Wahrnehmungsfeld entschwinden.

 

Im Zentrum dieser Skulptur, die immer ein wenig fehl am Platz wirkt, macht sich ein Körper daran, die Beziehungen zu seinem urbanen Umfeld zu dekonstruieren, wobei er ganz diskret Akte des zivilen Ungehorsams setzt.

 

In einer Welt aus Autostraßen, grauen Hausfassaden und Baustellen die zu Brachstätten beschleunigt ganz in Werbeflächen aufgehen, groß ausgestellt und von Lichtern zelebriert, um die globalen Bedürfnisse in fortwährenden Konsum zu wandeln, besetzt ein Körper diese Achsen des dirigierten Durchflusses.

Macht sich Stahlrohre und scharfe Kanten, herausstehende Schraubenschafte und aufspringende Metallgelenke zueigen, montiert sie zu seinem Heim, kreiert seine eigene Architektur des Begehrens

und entwickelt sein eigenes Delirium zwischen Haut und Metall

 

Saskia Hölbling und Laurent Goldring kreieren mit „body in a metal structure“ ein delikates und stilles organisches Manifest inmitten funktioneller Strukturen, eine neue Form der Kunstokkupation in durchorganisierten Ballungsräumen.

Credits

Choreografie, Inszenierung: Saskia Hölbling und Laurent Goldring, Tanz, Performance: Saskia Hölbling, Skulptur, Performance-Gerüst: Gudrun Lenk-Wane, Musik, Ton: Nik Hummer, Licht: Reto Schubiger, Produktion, Management: Simon Hajós

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