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Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

BODIES OF KNOWLEDGE
Can bodies of experience and of testimony speak?

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Datum der Aufzeichnung: 24.06.2016

Ort: TQW / Studios

Im Rahmen von: (COUNTER)TROPICAL Season Ending

Info

 

Können Körper der Erfahrung und Zeugenschaft sprechen und wertvolles Wissen und Bedeutungen der Welt entwerfen? Welche Praxen des Denkens und Wissens hat das zum-Schweigen-bringen des kolonisierten rassifizierten Subjektes produziert, das es als ignorant konstruiert? Wie produziert das impertinente Sprechen, rastlos und kollektiv, derer, die als ohne Wissen angenommen werden, letztlich eine epistemische Rebellion, welche ihren Ort als „Körper des Wissens“ restituiert.

 

Ausgehend von diesen generierenden Fragen möchten wir einen Dialog entwickeln, um die Möglichkeit von Koalitionen, jenseits der Grenzen zwischen rassifizierten Menschen und ihren Projekten, mit gegen-hegemonialen Epistemologien kollektiv zu denken. Es ist eine Einladung, die Möglichkeit einer grenzüberschreitenden Allianz zu denken, zwischen historischen Erfahrungen, Gelerntem und Beiträgen nicht-weißer Menschen/Gemeinschaften, mit dem Ziel epistemische Brüche und Praxen zu identifizieren, die uns erlauben, Prozesse von Dekolonisierung und Deseurozentrismus zu ermächtigen.

 

 

 

Credits

 

Bodies of Knowledge - Multiplying Marginalised Subjectivities of Utopia through Art and Storytelling

 

“Knowledge rooted in experience shapes what we value and as a consequence how we know what we know as well as how we use what we know.” (Bell Hooks)

 

Das Projekt fokussiert darauf, Kunst zu verwenden, um Fragen zu stellen, aufzuwecken, Menschen zusammen zu bringen, Ideen und politische Kämpfe, zu erinnern und in Erinnerung zu rufen. Mit den Mitteln kollektiver künstlerischer Produktion, Aktivismus und Geschichte(n)-Erzählen, möchten wir dekoloniale Arbeit leisten, Strategien und Afro-futuristische Perspektiven sichtbar machen. Bodies of Knowledge ist ein Projekt von Njideka, Stephanie Iroh und Marissa Lôbo. Es ist unterstützt von SHIFT 2015

 

 

Yuderkys Espinosa Miñoso ist eine Denkerin, Aktivistin und Lehrende, die sich den Ansätzen radikal-movementistischer Bewegungen gegen Rassismus, (Hetero) Patriarchat und Kolonialismus verschrieben hat. Geboren und groß geworden in einer Afromestizo Familie der Armenviertel in Santo Domingo, der Dominikanischen Republik, lebt sie seit ihrem 13. Lebensjahr als Migrantin in Argentinien und nun in Kolumbien. Von dort mobilisiert sie und durchquert das Territorium von Abya Yala, einem Projekt politischer Struktur verpflichtet, als auch der Entwicklung einer kritischen, anti-rassistischen, Lateinamerikanischen feministischen Theorie. Als eine derer, die sehr früh den Vorschlag von Maria Lugones bezüglich der Entwicklung eines dekolonialen Feminismus willkommen hieß, wurde sie zu einer ihrer Hauptreferenzen in Lateinamerika.

 

 

Marissa Lôbo, 1975 in Brasilien geboren, und studierte Geschichte in Bahia. Sie lebt seit elf Jahren in Europa. Nach Stationen in Italien und Portugal ist Marissa Lôbo seit sechs Jahren in Österreich. Sie ist Koordinatorin der Kulturabteilung des Vereins Maiz, einer Selbstorganisation von Migrant_innen, wo sie Projekte zwischen kultureller und politischer Bildung realisiert. Die Preisträgerin des Willemer Preises ist Aktivistin, die sich in der Schwarzen- und Migrant_innen-Bewegung engagiert und versucht programmatisch Politik, Bildung und Kunst zu verbinden. In diesem Zusammenhang entstanden verschiedene, oft performative Arbeiten. Seit 2008 studiert sie an der Akademie der bildenden Künste in Wien in der Klasse postkonzeptuelle Kunst. Seit 2014 ist sie PhD für Philosophie Studendin an der gleichen Institution und ist Ko-koordinatorin des Projektes Bodies of Knowledge zusammen mit Njideka Stephanie Iroh, unterstützt von SHIFT.

 

 

 

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