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Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

RÉMY HÉRITIER + LAURENT PICHAUD
Choreographic Games

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Österreichiche Erstaufführung

Datum der Aufzeichnung: 21.04.2016

Ort: TQW / Halle G

Im Rahmen von: SCORES N°11 / / Atelier EDN - European Dancehouse Network: ARCHIVES TO COME

Info

 

„My own memory, how does it work?“ (Jacques Roubaud)

 

Choreographic Games verortet sich direkt im Zentrum der Diskurse zu „zeitgenössischem Tanz“ und erforscht spielerisch das Vokabular; die Grammatik, auf der sie beruhen, stets testend. Vorherrschende Erzählungen zu Kunst und Tanz, antizipierte Muster, Stile und Ästhetiken werden mittels eines Tanz- oder Textausschnitts befragt. Dazu hat eine Gruppe von „Expert_innen“, Rémy Héritier und Laurent Pichaud, die (trans)lokalen Choreograf_innen und Theoretiker_innen Philipp Gehmacher, Nicole Haitzinger, Saskia Hölbling und Anne Juren zu einem Abend choreografischer Spiele gebeten. Dabei geht weniger darum, „den Nagel auf den Kopf zu treffen“, als vielmehr Erinnerungsprozesse und die (nach innen wie nach außen gerichtete) Diskursproduktion offenzulegen; denn wir alle sind stets dabei uns zu orientieren, neu zu verorten, uns in Beziehung zu setzen zu dem, was wir sehen oder an Wissen bereits mitbringen. Können wir uns auf unser (subjektives oder kollektives) Wissen, auf unsere Analysewerkzeuge verlassen? Oder lassen sie uns im Stich zu Gunsten einer kollektiven Betrachtung, die uns auffordert Ansichten, Diskurse und Postulate zu und über zeitgenössischen Tanz zu befragen?

 

 

 

Credits

 

KONZEPT: Rémy Héritier + Laurent Pichaud

 

PERFORMANCE: Philipp Gehmacher, Nicole Haitzinger, Rémy Héritier, Saskia Hölbling, Anne Juren, Laurent Pichaud

 

TECHNIK + LICHT: Ludovic Rivière

 

PRODUKTION: x-sud

 

KOPRODUKTION: Conseil général du Gard and Uzès danse – CDC

 

MIT UNTERSTÜTZUNG VON: CND and la Ménagerie de Verre (Studiolabs)

 

Rémy Héritier ist ein französischer, in Paris und Lille lebender Tänzer und Choreograf. Seit 2005 hat er erfolgreich Solos, ein Duett, Quartette, Quintette und ein Sextett entwickelt, etwa Arnold versus Pablo, Archives oder Chevreuil. Seine Arbeiten waren in Frankreich, Europa und den USA zu sehen – an Spielstätten wie dem Centre Pompidou, der Fondation Cartier, Montpellier Danse, ImpulsTanz, Tanzquartier Wien, Pact Zollverein, Tempe Art-Museum im Combine Studio, Kadist Art Foundation usw. Seit 1999 hat er mit Künstler_innen wie Philipp Gehmacher, Mathilde Monnier, Jennifer Lacey, Loïc Touzé, Laurent Pichaud, Christophe Fiat, Sylvain Prunnenec, Matthieu Kavyrchine, Guillaume Robert, Laurent Chétouane u.v.m. performt und zusammengearbeitet.

 

Künstlerische Mitarbeit bei Les Laboratoires d’Aubervilliers – Frankreich 2008–2009.

 

Er wurde gemeinsam mit Marcelline Delbecq mit dem ISAPIS-Stipendium (vergeben vom Schwedischen Kunststipendien Komitee) für Here, then ausgezeichnet. In seinem choreografischen Schreiben schließt Rémy Héritier in diesen unterschiedlichen Stücken stellenweise das wiederholte Auftauchen zeitlicher, räumlicher Schichten mit ein. Er lotet die die Vergangenheit in ihrer Tiefe aus, um die Gegenwart zu erreichen. Diese archäologische Ausgrabung im gegebenen Umfeld seiner persönlichen Tanzgeschichte und jener der anderen beteiligten Künstler_innen ermöglicht ihm eine Umschichtung hin zu Begriffen, die eigentlich anderen Disziplinen angehören, wie Intertextualität, Reenactment oder Third Landscape, um auf diese Weise eine neue Poetik der Geste zu beschwören.

 

remyheritier.net/en/remy-heritier/

 

 

 

Der Choreograf Laurent Pichaud studierte zeitgenössischen Tanz und zeitgenössische Kunst. Bislang hat er fünfzehn Stücke zur Aufführung gebracht, darunter spezifische, auf Museumsausstellungen bezogene Performances. Für gewöhnlich richtet er sein Schaffen auf Wahrnehmungspraxen, die die Anwesenheit der Performerin nicht nur als Künstler_in, sondern als singuläre Person hervorheben sollen. Darüber hinaus soll die Idee einer vollständigen professionellen Selbstkontrolle in sich zusammenfallen. Er praktiziert und präsentiert seine Arbeiten in Räumen, die entsprechend dem Ziel des Projekts gewählt werden. Arbeiten wie Fer Terre, A Picture of a Place, Mon Nom, For War Memorials sind allesamt an typologische Orte geknüpft. Ausnahmslos hat er die visuelle Räumlichkeit als Ganzes, nicht nur den Schauplatz der Performerin, in Betracht gezogen, um Bezüge zu ortsbezogener Kunst zu etablieren.

 

Er performt nicht allein seine eigenen Arbeiten, sondern fungiert auch als Performer für andere Choreograf_innen. Zuletzt arbeitete er mit Martine Pisani, den Carnets Bagouet, Deborah Hay, Boris Charmatz, Anne Collod / Anna Halprin.

 

remyheritier.net/en/laurent-pichaud/

 

xsud.blogspot.fr

 

 

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