Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

GABRIELE BRANDSTETTER, ANNE JUREN, GERHARD NEUMANN
DIE LUST AM TEXT

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Datum der Aufzeichnung: 23.10.2015

Ort: TQW / Studios

Im Rahmen von: Redereihe mit Künstler_innen und Theoretiker_innen

Info

 

"Die Lust am Text, das ist jener Augenblick, in dem mein Körper seinen eigenen Ideen folgt – denn mein Körper hat nicht dieselben Ideen wie ich." (Roland Barthes)

 

Drei diskursive Momente, die ineinander und in ein Publikumsgespräch übergehen

 

 

GERHARD NEUMANN: Erotik und Wissen – Schreibszenen bei Roland Barthes

 

Der Mikrovortrag konzentriert sich auf die Erotik, die aus dem Wissen entbunden wird, das zwischen Körper und Schrift – als ‚Lebenstext’ (Barthes) – sich einstellt. Es ist der Eros, der uns antreibt, der uns mit der Welt und mit uns selbst, als dem größten Rätsel, bekannt macht. Es ist die Lust am ‚Erkennen’ im Doppelsinn von Eros und Philosophie.

 

 

ANNE JUREN: The point of pleasure

 

Die Lecture betritt das limbische System des (liegenden) Publikums, das zwischen konkret physischen Empfindungen und der Lust am Text navigiert: Ein Versuch, Poesie innerhalb der analytischen Terminologie und Theorie innerhalb der lustvollen Empfindung zu finden – im Moment, in dem der Intellekt den Verstand, das Skelett den Körper, die Empfindung die kulturellen Referenzen verlässt.

 

 

GABRIELE BRANDSTETTER: Der gewisse Körper. Suspensionen der Lust

 

Im Zentrum dieses diskursiven Moments stehen die sinnlichen Qualitäten der Lust am Text als Körperlust: Jene Stellen, von denen Barthes spricht – die klebrige Lektüre der Wollust; das Sich-Verlieren in Zwischenräumen; die Cohabitationen von Sprache und Bewegung; und das Schmatzen, zwischen Stimme und Text.

 

Credits

 

Gerhard Neuman ist Professor em. für Neuere deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Veröffentlichungen widmen sich u.a. Roland Barthes, Franz Kafka, Theodor Fontanen, Goethe, Lichtenberg, der Poetik und Editionswissenschaft.

 

Anne Juren gilt als eine der experimentierfreudigsten und ideenreichsten ChoreografInnen der jüngeren Generation. Sie lebt in Wien und tourt international mit Soli, Duetten und Gruppenstücken, zur Zeit: Master Programme in Choreography, MDT Stockholm.

 

Gabriele Brandstetter ist Professorin für Tanzwissenschaft an der Freien Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind v.a. Geschichte und Ästhetik des Tanzes vom 18. Jh. bis zur Gegenwart sowie sein Text-Bezug; zeitgenössisches Theater und Performance.

 

 

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