Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

CESC GELABERT
Schwarz Weiß Zeigen. Übungen für einen Choreografen.

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Uraufführung

Datum der Aufzeichnung: 19.03.2010

Ort: TQW / Halle G

Im Rahmen von: CESC GELABERT tanzt ein Solo von GERHARD BOHNER (1936-1992)

Info

 

"Ich erinnere mich, daß in der Arbeit mit Tänzern es mir stets gelang, mit dem, was ich vormachte, dem Tänzer eine Idee zu vermitteln, die er dann als Tanz weitergeben konnte. In `Schwarz Weiß Zeigen´ zeige ich dem Zuschauer, was ich normalerweise dem Tänzer zeige."

(Gerhard Bohner, zit. nach Susanne Schlicher, 1987)


Schwarz Weiß Zeigen ist ein künstlerischer Versuch über das Wesen und die Grenzen der tänzerischen Bewegung, ein systematisches Erforschen von Raum und Körper. In der Konfrontation mit einer von geometrischen Gesetzen dominierten Umgebung entwarf Gerhard Bohner 1983 in seinen späteren Lebens- und Schaffensjahren eine Choreografie, bei der die Bewegung vor allem angedeutet und skizziert, der Dialog zwischen Choreograf und Tänzer durch Objekte abstrahiert wird. Die lebensgroße, hölzerne Gliederpuppe, ursprünglich als Requisit gedacht, wird in der Arbeit zu einem eigenständigen Partner, der auf die Abwesenheit des Tänzers verweist und die Reflexion des eigenen Tanzkörpers erzwingt.

Nach Im (Goldenen) Schnitt I und II ist Schwarz Weiß Zeigen die dritte Rekonstruktion einer Arbeit Gerhard Bohners durch den spanischen Choreografen und Tänzer Cesc Gelabert. Dabei greift er auf die Originalrequisiten im Archiv der Akademie der Künste und eine Videodokumentation von 1990 zurück. Mit eindrücklicher Präsenz und Genauigkeit spürt er Bohners einzigartiger Ästhetik nach, die den Choreografen neben Johann Kresnik, Pina Bausch, Susanne Linke und Reinhild Hoffmann zu einer der Schlüsselfiguren des Deutschen Tanztheaters und Schwarz Weiß Zeigen zu einem Lehrstück über moderne Bühnenkunst machte.


 

 

 

Credits

Choreografie (1983, Premiere am 15. Mai in der Akademie der Künste Berlin): Gerhard Bohner Rekonstruktion und Tanz (2010): Cesc Gelabert

Musik: Georg Friedrich Händel, Glenn Branca Technische

Leitung: Norbert Stück

Rekonstruktion des Kostüms: Lydia Azzopardi

Produktion / Recherche-Arbeit: Inge Zysk

 

Eine Auftragsproduktion von Tanzquartier Wien in Koproduktion mit Akademie der Künste Berlin-Brandenburg, Tanzhaus NRW und DANCE 2010 (München).

Gefördert durch


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