Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

Sabine Glenz, Meryem Jazouli und Anne Juren
Solo? Dialog

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Datum der Aufzeichnung: 28.11.2013

Ort: TQW / Studios

Im Rahmen von: SOLO? Von Körpern und ihren Doubles im zeitgenössischen Tanz

Info

 

 

 

Im November wendet sich das Tanzquartier Wien in einem mehrtägigen Programmfokus dem Solo zu, einer Form und (Produktions-)Praxis, die den zeitgenössischen Tanz seit Beginn des 20. Jahrhunderts begleitet und immer wieder auch kritisch hinterfragt hat: als Ort der konzentrierten Formulierung künstlerischer und körpertheoretischer Entwürfe, des Experiments oder Virtuosentums aber auch in Hinblick auf die Verhandlung gesellschaftlicher Debatten um Individualität, Gemeinschaft und Teilhabe oder der Stilisierung des (weiblichen) Körpers.

 

So scheinen einige der Fragen ihre Bedeutung bis heute nicht verloren zu haben: Was bedeutet es, die Stimme und den Körper im Tanz zu erheben? Mit welchen Mitteln passiert das und an wen oder was ist diese Ansprache adressiert? Wie formuliert sich das Solo als Manifest eines einzelnen Körpers, der doch immer nur in seinen Resonanzen existiert?

 

Bei den eingeladenen Arbeiten steht nicht lediglich die Form des Solos sondern vor allem der damit verbundene Prozess des „In-die-Form-Findens“ im Mittelpunkt: Momente und Praktiken der Übertragung und Re-Formulierung, der Spiegelung und Transformation, die auch historische wie heutige Ideologien und Utopien eines individuellen, natürlichen, unabhängigen Körpers befragen. Aus verschiedenen Perspektiven nähern sie sich dem Solo an und zeigen, begleitet von einem diskursiven Programm, die Pointiertheit der zeitgenössischen solistischen Tanzpraxis.

 

 

Credits

 

GEFÖRDERT von Modul-dance (Kultur-Programm der EU)

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