Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

BARBARA KRAUS
voices of the unknown – the breath of silence

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Datum der Aufzeichnung: 06.05.2011

Ort: TQW / Studios

Info

 

Uraufführung

 

»Du kannst Dich vom Leiden der Welt zurückhalten: Es liegt in deinem Ermessen, (…) aber vielleicht ist genau dieses Zurückhalten das einzige Leiden, das Du vermeiden könntest.« (Franz Kafka)

 

Nachdem sich Barbara Kraus bereits in früheren Performances mit den Möglichkeiten und Bedingungen eines guten Lebens für alle auseinandersetzte, sind der gegenwärtige Zustand der Welt und unsere Handlungsfähigkeit darin auch Ausgangspunkt ihrer neuen Arbeit. In Anbetracht von zunehmend ökologischen Krisen und aktuellen Armutsentwicklungen beobachtet die österreichische Performerin und Choreografin, wie wir uns individuell, aber auch kollektiv von dem Schmerz und der Verzweiflung, die mit dem Zustand der Erde verbunden sind, abwenden und unsere Reaktionsfähigkeit zunehmend von Rückzug, Passivität und Ohnmacht geprägt sind.

 

Die Performance versucht diesen verdrängten Gefühlen mit künstlerischen Mitteln Gehör und Gespür zuverleihen, indem sie das Verhältnis von präsenten und verborgenen Stimmen, Emotionen und ihrem körperlichen Ausdruck untersucht. Durch einen abstrahierenden und körperbetonten Ansatz stellt Kraus die vordergründige Eindeutigkeit und vermeintliche Zuordenbarkeit von Sprache infrage und kreiert mit ihrer Stimme assoziative, traumähnliche, neue Bedeutungsebenen eines kollektiv traumatisierten Körperempfindens.

 

Credits

 

Eine akustisch/kinästhetische Performance beyond words VON UND MIT Barbara Kraus | IN ZUSAMMENARBEIT MIT Andreas Hamza (Ton und LiveKomposition) | PROBENBEGLEITUNG / STIMMARBEIT: Lisi Lutz | PRODUKTIONSLEITUNG: das schaufenster | RAUMGESTALTUNG: fishy

 

DANK AN: Ulrike GilmerTiefenthaler, Pema Chödrön, Joanna Macy, Ivo Dimchev, GFK Peergroup, Deborah Bellamy, tiefenökologische Ausbildungsgruppe, Garten der Generationen und die Pippibande

 

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