Performances
Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.
Claudia Bosse
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Datum der Aufzeichnung: 24.09.2025
Ort: Brachfläche hinter dem Hauptbahnhof Wien, zwischen Karl-Popper-Straße und Alfred-Adler-Straße
Info
Seit März verbringt Claudia Bosse mit Performer*innen und Expert*innen intensive Arbeitsphasen auf einer Brachfläche im Stadtentwicklungsgebiet hinter dem Wiener Hauptbahnhof. Fast widerständig liegt das verlassene 2500 m² große Gelände zwischen Straßenkreuzungen, den Glasfassaden der Wohntürme und brandneuen Bürogebäuden. Hier vor Ort, unter freiem Himmel, den klimatischen und städtischen Bedingungen ausgesetzt, entsteht über Monate hinweg das Material für WASTEland. Inmitten von Disteln, Faltern, Gräsern, Passant*innen und Anrainer*innen wird mit choreografischen Methoden und in künstlerischen Experimenten vermessen, aufgezeichnet, Geschichten werden ausgegraben und die menschlichen und nichtmenschlichen Stakeholder des Stadtraums miteinander in Verhältnisse gesetzt. Kooperation, Konflikt und Koexistenz – WASTEland entsteht in einem Raum zwischen Verfall und Möglichkeit und erprobt Rituale für eine andere Welt.
Credits
Claudia Bosse lebt in Wien, Berlin und Stockholm, ist Choreografin, Künstlerin und Regisseurin und leitet die transdisziplinäre Konstellation theatercombinat. Ihre Arbeiten verhandeln Formen von Gewalt, Geschichte und konkrete Utopien. Bosse versteht ihre raumgreifenden Choreografien, bei denen sie Mythen, Rituale und Texte mit Körpern, Objekten, Klängen und manchmal Chören verschränkt, als „Kunst einer temporären Gemeinschaft“ – auch mit nichtmenschlichen Wesen. Sie entwickelt ortsspezifische Performances, Installationen und Interventionen inner- und außerhalb Europas, in Museen, Architekturen, Theatern, Landschaften und Stadträumen. Ihre letzten Arbeiten waren die Serie HAUNTED LANDSCAPE/S, WASTELAND dreams – a chronicle on choreographic ground, cracks in landscape, BONES and STONES und entanglement with a haunted forest im Rahmen des Vierjahresprojekts ORGAN/ismus – poetik der relationen. theatercombinat.com
Konzept, Raum, Choreografie Claudia Bosse Von und mit Su Huber, Lucia Mauri, Carla Rihl, Marcela San Pedro, Lena Schattenberg Sound Günther Auer Dramaturgie Krassimira Kruschkova Produktion/Assistenz Juliana Furthner, Larry Mey
Eine Produktion von theatercombinat, in Kooperation mit dem Tanzquartier Wien. Mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien und des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport. Der Ort wurde von den ÖBB zur Verfügung gestellt. In Kooperation mit Belvedere 21.
WASTEland ist Teil der Serie haunted landscape/s, die sich mit unseren Planeten beschäftigt und damit, wie wir ihn verstehen und als Teil davon leben. Sie behandelt die gewaltigen Transformationen von Umgebungen sowie deren globale Auswirkungen. Nach HAUNTED LANDSCAPE on an unseen wasteland im September 2024 und der Premiere von HAUNTED LANDSCAPES or the breathing out of earth im TQW finden seit März 2025 auf der brachliegenden Fläche im 10. Wiener Gemeindebezirk mit WASTELAND dream/s – a chronicle on choreographic ground monatlich wiederkehrende performative Rituale statt, die von WASTEland in eine raumgreifende Choreografie gefasst werden.
