Performances
Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.
Claudia Bosse
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Datum der Aufzeichnung: 27.09.2026
Ort: Brachfläche hinter dem Hauptbahnhof Wien, zwischen Karl-Popper-Straße und Alfred-Adler-Straße
Im Rahmen von: Performance WASTEland
Info
Diese Veranstaltung lädt die Teilnehmenden in Claudia Bosses hybrides Landschaftsgefüge ein, in dem Wissen nicht nur betrachtet, sondern durch verkörperte, multisensorische Praxis miterschaffen wird. Bosses Methodologie – sich auf den Boden legen, mit dem eigenen Körper das langsame Wachstum von Flechten nachzeichnen, „mit schmutzigen Händen zuhören“ – fordert uns auf, uns auf die vielschichtigen Geschichten und Wirkmächte des Geländes einzustimmen.
Mit einem einleitenden Beitrag führt Isabel Lewis in Claudia Bosses Praxis ein und knüpft an Astrida Neimanis’ Begriff der „toxischen Liebe“ an – um sich mit dem komplizierten Erbe auseinanderzusetzen, das Landschaften in sich tragen: industrielle Verseuchung, koloniale Gewalt und kapitalistische Ausbeutung. Daran anschließend teilt Bosse ihre Forschung über performative Strategien als Werkzeuge, um dieses Verflochtensein zu praktizieren – als Erprobungen neuer Formen von Verwandtschaft und Fürsorge, die selbst in einer „dauerhaft verschmutzten Welt“ Bestand haben. Im Anschluss treten Bosse und Lewis in ein öffentliches Gespräch, das die Möglichkeit auslotet, in den Ödlandschaften anwesend zu bleiben, statt nach Reinheit zu streben – sodass Begehren, Trauer und Freude in einem sinnlichen, ethischen Verflochtensein mit mehr-als-menschlichen Welten nebeneinander bestehen können.
