Performances

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Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

Amanda Piña (CL/MX/AT) / nadaproductions
DANZA Y FRONTERA

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Datum der Aufzeichnung: 11.10.2018

Ort: TQW Halle G

Im Rahmen von: Erstaufführung

Info

„Diese Arbeit ist denjenigen gewidmet, die den Mut haben, sich zu bewegen, zu denen, deren Körper Grenzen tragen.“ — Amanda Piña

 

DANZA Y FRONTERA ist die jüngste Arbeit aus der Serie Endangered Human Movements und basiert auf einem Tanz, der an der Grenze zwischen Mexiko und den USA entstanden ist. Der Tanz aus der Nachbarschaft El Ejido Veinte von Matamoros, Tamaulipas, Mexiko, wird heute in einem Kontext von extremer Gewalt im Zusammenhang mit Drogenhandel, Militarisierung und Billiglohnindustrien aufgeführt. Er geht auf eine uralte prähispanische Tanzform zurück, den die spanische Krone (Casa de Austria/Habsburg) bei der Eroberung Mexikos als „danza de conquista“ (Tanz der Eroberung) einsetzte. Bis heute transformierte sich die Choreografie immer weiter und kann als eine Form des Widerstands gegen koloniale und später neoliberale Kräfte gesehen werden. Eine zeitgenössische popkulturelle Aneignung, in der indigene Praktiken, koloniale Erzählungen, Hip-Hop-Kultur und Mystik weiter zusammenwirken.

 

DANZA Y FRONTERA untersucht diese Grenzchoreografie und bringt ihre Protagonist_innen im Kontext des Voranschreitens der „Festung Europa“ nach Wien. Als Grenzsubjekte leben die Performer_innen in einem Dazwischen. Sie sind sich der Macht und der Einschränkungen dieser Situation bewusst und navigieren jenseits aller Begriffe von Grenze, seien diese kulturell, national oder ästhetisch.

Credits

Amanda Piña ist eine mexikanisch-chilenisch-österreichische Choreografin, Tänzerin und Kulturarbeiterin, die in Wien lebt. Ihre choreografische Arbeit beschäftigt sich mit der Entkolonialisierung von Kunst, wobei sie sich auf die politische und soziale Kraft der Bewegung konzentriert und nichtwestliche Referenzen und Perspektiven in zeitgenössische Performances einbringt.

Neben ihrem Interesse, Kunst ohne reinen Produktwert zu entwickeln, steht im Zentrum ihrer Arbeit die Suche nach neuen Rahmenbedingungen für die Schaffung von und die Begegnung mit künstlerisch-ästhetischen Erfahrungen. Als Tänzerin war Amanda Piña bereits in Stücken von DD Dorvillier, Christine Gaigg u. a. zu sehen.

nadaproductions.at

Credits:Choreografie, RegieAmanda PiñaChoreografie, UnterrichtRodrigo de la TorreResearch, PerformanceAlma Quintana, Juan Carlos Palma, Alberto Montes, Paula ChavesPerformanceRodrigo de la Torre, Matteo Marziano Graziano, Daphna Horenczyk, Dafne Moreno, Cristina Sandino, Antonio Raith, Dante MurilloResearch, TheorieNicole HaitzingerBewegungsstudien FeldenkraisJoy AckwonúTechnische KoordinationSzymon OlszowskiMusikChristian Müller, Edgar Uriel SoriaLichtVictor DuranVideo in der PerformanceAmanda Piña, Susana Ojeda, Hubert MarzKostümeLa mata del veinte / Julia TrybulaVideo- und FotodokumentationSusana Ojeda, Hubert Marz – estudio elgozo ProduktionsleitungAngela VadoriPRSimon HajósProduktionsassistenzKira KoplinVolunteerHannah LejetProduktion in MexikoAlma Quitana, Amanda Piña, Juan Carlos PalmaEine Produktion von nadaproductions in Koproduktion mit dem Tanzquartier Wien. Mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien, des Bundeskanzleramts Österreich, von ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival, Österreichische Botschaft in Mexiko, Mexikanische Botschaft in Österreich, Escuela Nacional De Danza Folklorica de Mexico, Diplomado Como Encender un Fosforo – Instituto Nacional de Bellas Artes (INBA), Museo Universitario de Arte Contemporáneo (MUAC), Museo Universitario del Chopo.

 

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