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Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

Marta Navaridas
Stomach – or how can we be with each other?

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Datum der Aufzeichnung: 17.02.2022

Ort: TQW Studios

Info

„Recognizing the power of the erotic within our lives can give us the energy to pursue genuine change within our world, rather than merely settling for a shift of characters in the same weary drama. For not only do we touch our most profoundly creative source, but we do that which is female and self-affirming in the face of a racist, patriarchal, and anti-erotic society.“ — Audre Lorde

Marta Navaridas beschäftigt sich in ihrer neuen Arbeit mit der Hierarchie der Sinne in der westlichen Kultur. Sehen und Hören gelten als die „höheren“ Sinne – assoziiert mit Überlegenheit und den jeweils dominierenden Gruppen einer Gesellschaft zugeordnet. Riechen, Schmecken und Tasten hingegen gelten als animalische Sinne, die uns mit der Tierwelt verbinden, und werden oft mit Frauen, Arbeiter*innen und rassifizierten Körpern assoziiert. Navaridas’ drei Performer*innen, die auf einer utopischen Insel gestrandet zu sein scheinen, etablieren das Gegenteil dieser Ordnung: Formen von Begegnung, Vergnügen, Lust und Interaktion, die das Innere des Körpers nicht vom Äußeren unterscheiden, Gerüchen huldigen und mit Sound und Vokaleskapaden der Hierarchisierung unserer Sinne und der fragwürdigen Trennung von Kultur und Natur eine gemeinschaftliche radikale Absage erteilen. Eine lustvolle Hommage auf die „niederen“ Sinne.

Marta Navaridas

studierte Übersetzen und Dolmetschen an der UPF Barcelona, Choreografie am ArtEZ College of Art in Arnheim und Mime an der HKA Amsterdam Theater School. Zusammen mit Alex Deutinger entwickelt sie seit 2009 textbasierte Performancearbeiten wie Your MajestiesSpeaking of WhichQueen of HeartsPontifexI would like to be a better person und Octopus. Seit 2015 produziert sie eigene choreografische Arbeiten wie The Battle (2015), I Swear (2017), ONÍRICA (2020), Stomach (2021). Zudem entstand eine mit M for Medium betitelte Serie von Zeichnungen. Ihre Arbeiten werden u. a. vom Tanzquartier Wien, vom Impulstanz Festival und von der Szene Salzburg koproduziert. Seit 2019 arbeitet sie auch in Kooperation mit dem Schauspielhaus Graz und dem Kunsthaus/Joanneum Graz.

martanavaridas.com

Credits

Konzept, Regie Marta Navaridas Text, Performance Beatrice Frey, Alex Deutinger, Alex Franz Zehetbauer Sounddesign, Komposition Manuel Riegler Bühnenbild, Ausstattung Georg Klüver-Pfandtner Kostüme, Fotocollage/Artwork Annemarie Arzberger Lichtdesign Sveta Schwin Outside Eyes Lau Lukkarila, Alexandru Cosarca Produktion Performanceinitiative 22, mollusca productions Koproduktion theaterland Steiermark – newsOFFstyria 2021 Mit Unterstützung von Stadt Graz, Kultur Land Steiermark, Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Das andere Theater.

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