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Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

Bernhard Waldenfels
Bewegung im Überschwang

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Datum der Aufzeichnung: 18.12.2009

Ort: TQW / Studios

Info

Tanz als lebendige Metapher meint nicht bloß die Übertragung eigentlicher Bedeutungen in eine andere Sphäre; es meint eine Bewegung, die von sich selbst abweicht und über sich hinauswächst als Auftrieb auf der Stelle. Elemente des Tänzerischen finden sich bereits in den Spielräumen gewöhnlicher leiblicher Bewegungen. Doch der künstlerische Tanz unterbricht den gewohnten Bewegungsfluss; er experimentiert mit Bewegungsgestalten und Bewegungsrhythmen; er hat seinen Ort zugleich hier und anderswo. Eine Bewegung im Überschwang ist mehr als eine Bewegung, die von Zielen und Regeln besessen ist: "Nur der Tänzer weiß zu gehen; nur der Sänger weiß zu sprechen; nur der Philosoph weiß zu lächeln." (Paul Valéry)


Bernhard Waldenfels ist Professor Emeritus für Philosophie an der Universität Bochum. Gastprofessuren u. a. in Debrecen, Hongkong, New York, Prag, Rom, Rotterdam, Wien. Arbeitsthemen: Lebenswelt, Leiblichkeit, Fremdheit, Responsivität, Bild, Phänomenotechnik. Veröffentlichungen u. a.: Sinnesschwellen (1999), Das leibliche Selbst (2000), Phänomenologie der Aufmerksamkeit (2004), Grundmotive einer Phänomenologie des Fremden (2006), Philosophisches Tagebuch (2008).

 

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