Performances

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Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

BRUCE FERGUSON, NATHANIEL BOWDITCH
Migrating Bodies

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Datum der Aufzeichnung: 18.01.2013

Ort: TQW / Halle G

Im Rahmen von: SCORES N°6: on addressing. Künstlerisch-theoretischer Parcours zu den Körpern der Religion Ringvorlesung: Do we know what a body can do?

Info

 

»Every thing is what it is, and not another thing.«

(Bishop Joseph Butler).

Der Wunsch nach ›einem hinterbleibenden und fortdauernden – verantwortlichen – Individuum‹ durchzieht an vielen Stellen unser historisches Gedankengut. Der menschliche Körper wird dabei sowohl als Erscheinung wie auch als Inkarnation dieses geheimnisvollen Individuums betrachtet. Was Butler zu seiner Zeit aber übersehen haben mag, ist das Vorrecht der Zeit. Daher könnte jenes Ding tatsächlich nur ein einziges Ding sein, aber dies lediglich zu und für eine bestimmte Zeit. Von Parmenides zu Spinoza zu zeitgenössischen Okkasionalisten/ Pantheisten und jetzt objektorientierten DenkerInnen wurde das Konzept eines getrennten Körpers und, noch wichtiger, eines getrennten Individuums zunehmend in Frage gestellt. Insbesondere die Kunst als ein zutiefst interdisziplinäres, methodologisches Feld hat manchmal den Bewusstseinswandel vorhergesehen, der dann in anderen Disziplinen und Methoden seinen Ausdruck gefunden hat. Migrating Bodies führt diese Tradition der Skeptiker weiter und stellt die Nachvollziehbarkeit einer jeden ›klaren Trennung‹, die einen jeden ›einen‹ Körper – und sein Vermögen – von einem anderen trennen würde, in Frage.

 

Credits

 

Bruce Ferguson ist Dekan der School of Humanities and Social Sciences an der American University of Cairo.


Nathaniel Bowditch ist Assistenzprofessor an der American University of Cairo.

 

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