Performances


Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

JÜRGEN BERLAKOVICH
Soundsleeper

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Datum der Aufzeichnung: 01.12.2010

Ort: TQW/Studios

Im Rahmen von: SCORES No 2: What Escapes

Info

 

 

Was singt mir, der ich höre, in meinem Körper das Lied? (Roland Barthes)


Im Körper ist nie Stille. Im Inneren tobt ein Sturm, von dem wir außen nichts bemerken. (Henri Chopin)


Life (…) is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing. (W. Shakespeare, Macbeth)


SOUNDSLEEPER ist eine Text-Sound-Komposition, die sich mit den Bedingungen des Sprechens und der Sprache auseinandersetzt. Was entweicht der Sprache, dem Sprechen? Was schleicht sich ein, noch bevor ein Satz ausgesprochen, ein Ding bezeichnet, ein Sachverhalt dargestellt wird? Was passiert zwischen dem Ohr und dem Mund, zwischen Hören und Sprechen, Wahrnehmung und Wahrgenommen Werden?

Sprach-, Sprech- und Körpergeräusche - Atmen, Schlucken, Schmatzen, Räuspern, Hüsteln, Magenknurren - , die wesentlich bei der Formulierung von Sätzen zum Einsatz kommen, ansonsten aber der Sprache entschwinden und nicht oder nur selten wahrgenommen werden, bilden den akustischen Ausgangs- und Angelpunkt der Erzählung. Die Soundtracks der Außen- und Innenwelt laufen parallel, lärmender Tumult, Geräuschgewirr im Außen, die Noisefabrik im Inneren, Schichten überlagern sich, treten zueinander in Beziehung, der Gesang des Körpers hebt langsam an, setzt ein, bricht wieder ab, sonore Somatosounds, Umgebungsgeräuscharabesken und Sprachfragmente verschmelzen zu einem polyphonen Sprachsoundscape.

 

 

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