Performances


Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

NOÉ SOULIER
Faits et gestes

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Datum der Aufzeichnung: 03.03.2017

Ort: TQW / Halle G

Im Rahmen von: Österreichische Erstaufführung / TQW Koproduktion

Info

 

 

 

In seinem jüngsten Stück taucht Noé Soulier tiefer in die Materie der Geste ein und erforscht dabei unterschiedliche Stadien unserer Bewegung in ihrer Kontingenz.

 

Die Tänzer_innen formen dabei eine abstrakte Choreografie in der Gesten Bewegungen vorschlagen können: wie eine Vorbereitung auf eine Bewegung, die auf ein fehlendes Ziel hinsteuert, scheinbar nach Bedeutung rufend. Dabei dient die Organisation barocker Kompositionsmuster als Inspiration für die improvisierten Soli und Duette, in denen Soulier die Musik des Komponisten Johann Jakob Froberger mit seinen Bewegungsmustern in einen Dialog treten lässt. Die Komposition der Bewegungen ist nicht von außen entworfen, sondern entsteht auf Grundlage eines Regelwerks, auf dem sich an jedem Aufführungsabend eine eigene „interne Choreografie“ entwickelt und abbildet.

 

 

 

 

 

Credits

 

 

 

KONZEPT + CHOREOGRAFIE: Noé Soulier

 

 

MIT: Anna Massoni, Norbert Pape, Nans Pierson and Noé Soulier

 

LICHT + TECHNIK LEITUNG: Léonard Clarys

 

MUSIK:

 

 

Johann Jakob Froberger, Tombeau sur la mort de Monsieur Blanrocher

 

Johann Sebastian Bach, The Well-Tempered Clavier

 

Book I, Fugue No. 4 in C-Sharp Minor BWV 849

 

Johann Jakob Froberger, Lamentation sur la très douloureuse Mort de Sa Majesté,

 

Ferdinand le Quatriesme Roy des Romains

 

Johann Sebastian Bach, The Well-tempered Clavier

 

 

 

PRODUKTION, ADMINISTRATION, PROMOTION: Anne-Lise Gobin, Pierre Reis – Alma Office

 

PRODUKTION: ND Productions (Paris)

 

KOPRODUKTION: CND Centre national de la danse, Festival d’Automne à Paris, Centre de Développement Chorégraphique Toulouse/Midi-Pyrénées, PACT Zollverein (Essen), Tanzquartier Wien

 

UNTERSTÜTZT VON: Direction Régionale des Affaires Culturelles d’Île-de-France – Ministère de la Culture et de la Communication au titre de l’aide au projet.

 

 

 

Noé Soulier ist assoziierter Künstler am Tanzzentrum CND.

 

Noé Soulier ist assoziierter Künstler am Zentrum für choreografische Entwicklung in Toulouse/Midi-Pyrénées von 2016 - 2018.

 

 

 

 

NOÉ SOULIER ist im Rahmen einer Koproduktionsresidenz am Tanzquartier Wien – mit Zuschüssen durch das Bundeskanzleramt –  zu Gast.

 

 

 

 

Noé Soulier,1987 in Paris geboren, studierte an der National Ballet School of Canada sowie am P.A.R.T.S. in Brüssel. Er machte einen Masterabschluss in Philosophie an der Sorbonne (Paris IV) und nahm am Residency-Programm des Palais de Tokyo Le Pavillon teil. 2010 gewann er mit dem Trio Little Perceptions den ersten Preis des von Le Théâtre de la Ville in Paris und Le Musée de la Danse organisierten Tanzwettbewerbs Danse Élargie. Mit diesem Stück startete er ein laufendes Forschungsprojekt zu Definitionsmöglichkeiten von Bewegung. In dem Solo Movement on Movement (2013) schafft er ein Spannungsfeld zwischen Gestik und Sprache, um zu hinterfragen, wie diese Ausdrucksformen bei der Konstruktion von Bedeutung zusammenwirken. 2014 setzte er sich im Rahmen der Produktion Corps de ballet für CCN – Ballet de Lorraine mit der Syntax des Ballettvokabulars auseinander. In Movement Materials (2014) und Removing (2015) treibt er sein Forschungsprojekt über die Wahrnehmung und Interpretation von Bewegung, das mit Little Perceptions begann, weiter voran.

 

Im Oktober 2016 publizierte er Actions, mouvements et gestes, eine choreografische Research in Form eines Buches, das vom Centre national de la danse herausgegeben wurde.

 

 

 

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