Performances

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Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

ALI MOINI
Man anam ke rostam bovad pahlavan

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Datum der Aufzeichnung: 17.11.2016

Ort: TQW / Studios

Im Rahmen von: Österreichische Erstaufführung

Info

 

 

 

 

 

INSTRUMENTE EINER EINDRUCKSVOLLEN APPARATUR – in seinem jüngsten Stück, an der Schnittstelle zur Performance-Kunst, interagieren der iranische Künstler und eine menschengroße Marionette über einen mechanischen Flaschenzug. Über Karabiner und Riemenscheiben mit einem komplexen Schnursystem verbunden, bilden Performer und Metall-Marionette eine interdependente Triade. So findet jede Tanzbewegung in zerlegter und chaotischer Version ihr Echo in den Bewegungen der metallischen, anfänglich fleischlosen Puppe.

 

 

 

Die Mechanik fungiert hier nicht nur als Übersetzerin, sondern auch als Manipulatorin des Lebens zwischen dem Künstler und seinem Doppel, welche sogar die Bedeutung der jeweiligen Rollen verblassen lässt. Die Effizienz der Entwicklung der Akteure auf der Bühne kann dabei soweit variieren, dass deren Identitäten und Zuweisungen - zwischen Objekt und Subjekt, Handelndem und Beobachtendem, Mitläufer und Führer, Authentizität und Unzuverlässigkeit - verloren gehen.

 

 

 

 

 

Credits

 

 

 

 

 

KONZEPT / PERFORMANCE: Ali Moini

 

SOUNDINSTALLATION: Sarah Shamloo + Nima Aghiani aka 9T ANTIOPE

 

AUSSTATTUNG: Julien Peissel + Ali Moini

 

MASCHINERIE: Julien Peissel

 

LICHTDESIGN: Stéfane Perraud

 

TECHNISCHE LEITUNG: Samson Milcent

 

DRAMATURGISCHE UNTERSTÜTZUNG:Thibaud Croisy

 

PRODUKTION: Yann Gibert

 

 

 

 

 

Ali Moini wurde 1974 in Shiraz (Iran) geboren. Im Alter von 17 Jahren wurde er in das Youth Orchestra of Shiraz aufgenommen, gleichzeitig nahm er Unterricht in Komposition und traditionellem iranischem Gesang. Zwei Jahre danach studierte er zwei Jahre lang Operngesang. 1997 schloss er sich als Schauspieler und Komponist der Mehr Theatre Group an. Er trat in mehreren Stücken des Ensembles auf, die erfolgreichste Produktion Dance on Glasses wurde 70-mal im Iran und etwa 80-mal in Europa, Süd- und Nordamerika gezeigt. Sein Schauspielstudium an der Soureh University in Teheran schloss er mit einem Bachelor ab. 2009 absolvierte er das Choreographic Creation and Research on Contemporary Dance Program“ (PEPCC), einen Intensivkurs für Fortgeschrittene am Forum Dança in Lissabon, bei dem er Gelegenheit hatte, sich mit ChoreografInnen und DenkerInnen wie André Lepecki, Deborah Hay, Emmanuelle Huynh, Jeremy Nelson, João Fiadeiro, Julyen Hamilton, Lisa Nelson, Mark Tompkins, Meg Stuart, Loïc Touzé, Vera Mantero u.a. auszutauschen. In diesem Kontext entstand sein Solostück My Paradoxical Knives, das in renommierten europäischen Tanzeinrichtungen wie u.a. Tanzquartier Wien, Théatre National de Chaillot, Montpellier Danse, Fondation Cartier und Bâtiment d’Art Contemporain (BAC) in Genf gezeigt wird. Beim Tanzfestival in Montpellier 2012 wurde ihm angeboten, an der Koproduktion des Stücks it shocks me but not you mitzuwirken. 2013 wurde sein gemeinsam mit George Apostolakos realisiertes Projekt Lives von der Hermes Foundation für das Programm „New Settings“ ausgewählt. 2013 schloss er das Essai-Programm am CNDC ab. 2014 trat er in Hooman Sharifis Show Every order eventually looses its terror auf. 2016 kreierte er beim Tanzfestival Montpellier das Stück MAN ANAM KE ROSTAM BOVAD PAHLAVAN.

 

 

 

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