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Diese Videoaufzeichnung stellt nur eine Möglichkeit der Inszenierung dar, da sie während nur einer Aufführung aufgenommen wurde und könnte an einem anderen Tag möglicherweise unterschiedlich wirken.

Mette Ingvartsen
The Dancing Public

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Österreichiche Erstaufführung

Datum der Aufzeichnung: 27.04.2022

Ort: TQW Halle G

Info

The Dancing Public ist eine Tanzparty, ein Spoken-Word-Konzert und Ausdruck des körperlichen Wahnsinns bis zur Erschöpfung.

Tonight, is for dancing
Tonight, we’ll be dancing …

In The Dancing Public erforscht Mette Ingvartsen die Momente bewegter Ekstase im sozialen Miteinander in einer postpandemischen Gesellschaft. In einer intensiven Mischung aus unaufhaltsamen Bewegungen, unaufhörlicher Musik und rasanten Rhythmen aus Worten und Gesängen sprengt ihr Solo die soziale Isolation des Jahres 2020. The Dancing Public ist eine Tanzparty, ein Spoken-Word-Konzert und Ausdruck des körperlichen Wahnsinns bis zur Erschöpfung. Kann ein Tanz den sozialen Körper des Publikums entführen und umgestalten? Welches Bedürfnis nach Exzess und Bewegung spüren wir in unseren Körpern heute? Sind wir bereit, das Leben wieder in vollen Zügen auszuschöpfen?

Dabei erweckt Mette Ingvartsen das historische Phänomen der sogenannten „Tanzwut“ zum Leben. Diese war ein kollektiver ekstatischer Ausbruch von unerbittlichem Tanzen, körperlichen Zuckungen, Krämpfen und unkontrollierten Bewegungen. Die Tanzwut konnte von einem einzigen Körper ausgehen und sich auf hunderte ausbreiten, die über Tage oder Monate zu Teilen einer einzigen Masse pulsierten. Vom Mittelalter bis zur Neuzeit wurden immer verschiedene Erklärungsansätze bemüht: von der Besessenheit durch böse Geister über die Verfluchung durch Heilige bis zu neurologischen Fehlfunktionen und schließlich zur medizinischen Konstruktion des Krankheitsbildes Hysterie.

Doch hinter dem gefährlichen Anschein der öffentlichen Unruhe verbarg sich vor allem ein Körper, der tanzt, um sich von den Belastungen durch Epidemien, Naturkatastrophen und Armut zu befreien – ein Körper, der aus und im Protest tanzte.

… The sky will be dancing
The moon will be dancing
The planets will be dancing
The stars will be dancing …

Mette Ingvartsen

ist eine dänische Choreografin und Tänzerin. Ihre von Hybridität geprägte Arbeit erweitert die choreografische Praxis, indem sie Tanz und Bewegung mit anderen Bereichen wie bildende Kunst, Technologie, Sprache und Theorie kombiniert. In der zwischen 2009 und 2012 entwickelten  Artificial Nature Serieskonzentrierte Ingvartsen sich auf die Rekonfiguration der Beziehungen zwischen menschlicher und nichtmenschlicher Handlungsfähigkeit durch Choreografie. Im Gegensatz dazu widmen sich die  Red Pieces (2014–2017) der Geschichte der menschlichen Performance mit Fokus auf Nacktheit, Sexualität und den Körper als historischen Schauplatz für politische Kämpfe. Im Jahr 2019 wurde ihr Gruppenstück Moving in Concert uraufgeführt, das sich auf die Verflechtung von Menschen, technologischen Werkzeugen und natürlichen Materialien konzentriert. Ingvartsen hat an der Stockholmer Universität der Künste in Choreografie promoviert und zuvor bei P.A.R.T.S in Brüssel studiert. Ihre Arbeiten wurden seitdem in ganz Europa sowie in den USA, Kanada, Südkorea, Taiwan und Australien gezeigt. Sie war Artist-in-Residence am Kaaitheater in Brüssel und an der Volksbühne in Berlin.

metteingvartsen.net

Credits

Konzept, Performance Mette Ingvartsen Lichtdesign Minna Tiikkainen Bühnenbild Mette Ingvartsen, Minna Tiikkainen Musikalisches Arrangement Mette Ingvartsen, Anne van de Star Kostüm Jennifer Defays Dramaturgie Bojana Cvejić Technische Leitung Hans Meijer Tontechnik Anne van de Star Kompaniemanagement Ruth Collier Produktionsleitung, Administration Joey Ng Musik Affkt feat. Sutja Gutierrez, Scanner, Radio Boy, LCC, VII Circle, Kangding Ray, Paula Temple, Ron Morelli, Valanx, Anne van de Star Produktion Great Investment vzw Unterstützt von Fondation d’entreprise Hermès im Rahmen des Programms New Settings, Bikubenfonden Koproduktion PACT Zollverein (Essen), Kaaitheater (Brüssel), Festival d’Automne (Paris), Tanzquartier Wien, SPRING Performing Arts Festival (Utrecht), Kunstencentrum Vooruit (Gent), Les Hivernalles (Avignon), Charleroi danse – Centre chorégraphique de Wallonie-Bruxelles, NEXT festival, Dansens Hus (Oslo) Mit Unterstützung von Kunstencentrum Buda (Kortrijk) Gefördert durch The Flemish Authorities, The Danish Arts Council & The Flemish Community Commission (VGC)

Gefördert durch


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